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Führungen durch den Grossen Tiergarten in Berlin


Der Grosse Tiergarten ist mit 210 Hektar der zweitgrößte Berliner Park (nach dem Tempelhofer Feld) und die drittgrößte innerstädtische Parkanlage Deutschlands. Er ist ein bedeutender historischer Landschaftsgarten mit einer bewegten Geschichte.

Lernen Sie diesen Park und seine Geschichte in einer meiner Führungen kennen!

Nach einer kurzen Einführung zur geschichtlichen Entwicklung des Tiergartens besichtigen wir (zu Fuß oder mit dem Fahrrad) die wichtigsten Orte und Sehenswürdigkeiten im Park. Dazwischen erhalten Sie viele Informationen zur Parkgestaltung, Gartendenkmal-pflege, zur Tier- und Pflanzenwelt im Park und zu den aktuellen Nutzungskonflikten.

Bei Interesse beziehe ich gerne angrenzende Bereiche in die Führungen mit ein: Das Parlamentsviertel, das Tiergartenviertel (mehr dazu hier) und/oder das Hansaviertel.

Preise und sonstige Konditionen: 
Sonderpreis bei 1-5 Personen 40 € / h incl. Mwst. 
Preis bei 6-15 Teilnehmern 50 € / h incl. Mwst.
Mindestdauer 1,5 h
maximale Teilnehmerzahl bei Fußtouren 20 Personen,
bei Radtouren 15 Personen. Fahrräder werden nicht gestellt.
Treffpunkt nach Vereinbarung.

Ihr Gartenführer: Dipl. Ing. Alexander Darda

Ich habe Landschaftarchitektur mit einem Schwerpunkt in Geschichte der Gartenkunst studiert.
Seit 2011 bin ich als Stadtführer in Berlin und Potsdam tätig (siehe auch diese Website)

Kontakt:
Tel. 0179 – 9039550
ad@alexander-darda.de

(kurzfristige Anfragen bitte telefonisch)
Die Geschichte des Tiergartens in Kurzform

Ein erster Tiergarten wurde schon 1527 unter Kurfürst Joachim I. westlich der Cöllner Stadtmauer als Jagdrevier angelegt und dann sukzessive nach Westen und Norden hin durch Zukäufe erweitert, bis zu den Grenzen des heutigen Tiergartens und darüber hinaus. Man setzte Wildtiere aus und baute Zäune. Als die Stadt Berlin wuchs, wurde das Jagdgebiet nach und nach wieder verkleinert.

In der Regierungszeit König Friedrichs I. wurde die Charlottenburger Chaussee, der Große Stern mit acht und der Kurfürstenplatz mit sieben Alleen angelegt. Damit begann die Umwandlung des Wildreviers in einen zur Erholung bestimmten Waldpark.

Friedrich der Große (reg. 1740-86) beauftragte Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff ab 1742 mit der Umgestaltung des Parks. Die Zäune wurden abgebaut und der Tiergarten damit für die Bevölkerung geöffnet.

Erste Beispiele des neuen, landschaftlichen Gartenideals waren der Schlosspark Bellevue (1786–1790) und die Neue Partie mit der Rousseau-Insel (1792 nach dem Entwurf von Hofgärtner J. E. Sello). 1818 erhielt Peter Joseph Lenné, damals noch Gartengeselle in Sanssouci, den Auftrag für die Neugestaltung des Tiergartens, die dann aber erst in den Jahren 1833 bis 1840 realisiert wurde. Es entstand ein Landschaftspark nach englischem Vorbild, der wichtige Ordnungselemente von Knobelsdorff integrierte. 

Bis 1881 befand sich der Park in königlichem Besitz, danach wurde er zu Berlin eingemeindet. 1895-1901 wurde die Siegesallee durch den Ostteil des Parks gelegt, die vom Kemperplatz zum Königsplatz mit der Siegessäule führte.

Wesentliche Änderungen gab es erst wieder in der Zeit des Nationalsozialismus: Die Charlottenburger Chaussee wurde als Ost-West-Achse von 27 auf 53 Meter verbreitert, die Siegessäule auf den Großen Stern umgesetzt, sogar die Siegesallee wurde verlegt, um Platz für die geplante Nord-Süd-Achse zu schaffen.
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Tiergarten durch Luftangriffe der Alliierten schwer beschädigt.

Zwischen 1945 und -49 fielen die meisten der noch erhaltenen Bäume und Sträucher dem Mangel an Heizmaterial zum Opfer. Weite Teile des Parks wurden für den Anbau von Kartoffeln und Gemüse freigegeben. Von ehemals rund 200.000 Bäumen standen 1949 noch etwa 700. Die Neugestaltung und Wiederbepflanzung des Tiergartens fand größtenteils zwischen 1949 und 1959 statt.

In der Zeit der Teilung Berlins wurde inbesondere der östliche Teil des Parks vernachlässigt, ganze Partien verwilderten.
Seit 1991 ist der Große Tiergarten (ausgenommen Großer Stern) eingetragenes Gartendenkmal des Landes Berlin. Bereits seit den 1980er Jahren werden alte Wegeführungen rekonstruiert, Denkmäler wieder aufgestellt und verwilderte Flächen in Anlehnung an die historischen Pläne Lennés neu gestaltet.


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